Barbara Kux

Aufsichtsratsmandate und Engagement für Nachhaltigkeit

Barbara Kux ist stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats der Firmenich SA sowie Mitglied der Aufsichtsräte von Henkel, Groupe Engie und Pargesa Holding. Ihre Mandate in den Boards von Total (seit 2011) und Umicore gab sie ab, als sie 2015 in das Board der übergeordneten Pargesa Holding wechselte, die außerdem auch Beteiligungen an Adidas, LafargeHolcim, SGS, PernodRicard führt. Wesentliches Ziel ihres Wirkens ist die nachhaltige Unternehmensführung. Sie unterstützt daher auch Führungspersönlichkeiten von heute und morgen durch Coaching.

Im Oktober 2016 wurde Barbara Kux in die Experten­gruppe Decarbon­isation Pathways berufen, welche die EU strategisch zu Forschung und Innovation berät. An der Universität St. Gallen ist sie Dozentin in Strategy and International Management; dieser Master-Studiengang erreichte im weltweiten Ranking der Financial Times 2016 erneut den ersten Platz. Sie ist ferner Mitglied im Stiftungsrat der Max Schmidheiny-Stiftung sowie im Beirat der INSEAD, wo sie auch Direktor in Residence für gute Unternehmens­führung ist. Seit 2012 gehört sie außerdem zu den Juroren des Georg von Holtzbrinck Preises für Wirtschafts­publizistik.

2008 bis 2013 war Barbara Kux Mitglied des Vorstands von Siemens, als erste Frau in der 160-jährigen Unternehmens­geschichte. Dort steigerte sie die Ergebnisse aus Beschaffung und Umwelt­technologie um mehrere Milliarden Euro, wie es ihr zuvor schon als Mitglied der Konzernleitung von Royal Philips gelungen war. Beide Industrie­unternehmen erreichten unter ihrer Ägide Spitzenwerte im Dow Jones Sustainability Index; 2012 und 2013 wurde Siemens in diesem Index als nachhaltigstes Industrie­unternehmen der Welt ausgezeichnet.

In den 1990er Jahren leitete Barbara Kux Nestlé in Mittel- und Osteuropa, wo sie das Unter­nehmen als Marktführer für Konsumgüter aufbaute, nachdem sie dies bereits für das Unternehmen ABB im dortigen Kraftwerks­geschäft erreicht hatte. Ihre berufliche Laufbahn hatte sie 1984 bei der Unter­nehmens­beratung McKinsey in Deutschland begonnen, wo sie zur Senior­projektleiterin aufstieg, bevor sie in das Management ihres Klienten ABB berufen wurde.

Nach Studien in der Schweiz und als AFS-Stipendiatin in den USA erlangte Barbara Kux am INSEAD in Fontainebleau einen MBA mit Auszeichnung. Sie ging in Zürich zur Schule, wo sie auch geboren wurde.

2012 erhielt Barbara Kux vom deutschen Bundes­umwelt­minister Peter Altmaier den Umweltpreis für Großunternehmen. Das Wall Street Journal und das Wirtschaftsmagazin Fortune zählten sie mehrfach zu den führenden Frauen der inter­nationalen Wirtschaft. Seit 1995 gehört sie zum Kreis der Global Leaders of Tomorrow des Welt­wirtschafts­forums in Davos.